Solgate

Ratgeber · Flächenpacht

Dachsanierung und Photovoltaik kombinieren

Ein marodes Hallendach kostet sechsstellig - außer, man macht es zum Solarstandort: Bei der Verpachtung gegen Sanierung finanziert die künftige PV-Anlage die neue Dachhaut mit.

Lesezeit ca. 6 Min.

Wie das Tauschmodell funktioniert

Das Prinzip ist ein Tausch: Solgate erhält das Recht, Ihre Dachfläche langfristig mit einer Photovoltaikanlage zu nutzen - und übernimmt im Gegenzug die vollständige Sanierung der Dachfläche, von der Abdichtung über nötige Tragwerksertüchtigungen bis zur neuen Eindeckung.

An die Stelle der sonst üblichen Pachtzahlung tritt also die Sanierungsleistung. Für Eigentümer mit sanierungsbedürftigen Dächern ist das häufig der wirtschaftlich attraktivste Weg: Die Modernisierung, die ohnehin ansteht, kommt ohne eigenes Budget - und die Immobilie gewinnt mit neuem Dach und moderner Energieerzeugung doppelt an Wert.

Besonders relevant ist das Modell für Altdächer mit asbesthaltiger Eindeckung: Deren Rückbau und fachgerechte Entsorgung sind Teil der Sanierung.

Hallendach während der Sanierung vor der Photovoltaik-Belegung
Erst die neue Dachhaut, dann die Module: Sanierung und Solarbelegung in einem Zug.

Was saniert wird - und womit

Die Ausführung richtet sich nach dem Bestand:

  • Asbest- und Faserzementdächer: Demontage und zertifizierte Entsorgung der Altplatten, Neueindeckung mit langlebigem Stahltrapezblech.
  • Bitumen- und Foliendächer: Untergrundvorbereitung und neue Schweißbahnen - alternativ Trapezblech auf Unterkonstruktion.
  • Blechdächer: Erneuerung der Eindeckung inklusive nötiger Details wie Durchdringungen und Anschlüssen.
  • Nicht sanierbar in diesem Modell: Ziegel- und Sandwichdächer - hier lohnt der Blick auf die klassische Dachverpachtung mit Pachtzahlung.

Voraussetzungen für Ihr Dach

Damit die Rechnung für beide Seiten aufgeht, sollte die Fläche einige Bedingungen erfüllen:

  • Mindestens rund 1.000 m² Dachfläche - die PV-Anlage muss die Sanierungskosten über ihre Laufzeit tragen können.
  • Wenig Verschattung durch Bäume, Nachbargebäude oder Gelände - freistehende Hallen sind ideal.
  • Nach der Sanierung PV-taugliche Statik; die Prüfung durch einen Statiker gehört zur Projektierung.

So läuft das Projekt ab

  • Erstprüfung: Wir bewerten Dachfläche, Zustand und Solar-Eignung anhand Ihrer Eckdaten - kostenfrei und unverbindlich.
  • Begutachtung vor Ort: Ein Statiker prüft Tragwerk und Bausubstanz; daraus entsteht das Sanierungs- und Belegungskonzept.
  • Vertrag: Sanierungsumfang, Nutzungsrecht, Laufzeit und das Laufzeitende (Rückbau, Verlängerung oder Übereignung) werden transparent geregelt.
  • Sanierung und Anlagenbau in einem Zug: Erst die neue Dachhaut, direkt darauf die Montage der PV-Anlage - eine Baustelle statt zwei.
  • Betrieb: Solgate betreibt, versichert und überwacht die Anlage über die gesamte Laufzeit; Ihr neues Dach arbeitet ab Tag eins.
Neu eingedeckte Hallendächer mit vollflächiger Solarbelegung
Referenz Schönborn: neu eingedeckte Agrardächer, vollständig mit PV belegt.

Ehrlich kalkuliert: Was das Modell nicht leistet

Eine Dachsanierung ist teuer - deshalb ersetzt sie die Pachtzahlung, statt sie zu ergänzen. Wer ein intaktes Dach besitzt, fährt mit der klassischen Verpachtung gegen Einmal- oder Jahrespacht besser. Und einzelne Nebenleistungen wie die Erneuerung von Dachrinnen und Fallrohren sind kein automatischer Bestandteil; sie lassen sich aber gegen Kostenerstattung mit beauftragen - abgestimmt in einem Zug mit der Sanierung.

Nach Ende der Vertragslaufzeit gibt es drei Wege: Rückbau der Anlage, Repowering für eine weitere Laufzeit - oder die Übereignung an Sie zur Weiternutzung.

Häufige Fragen

Kostet mich die Sanierung wirklich nichts?

Die Sanierung der Dachfläche selbst trägt der Betreiber vollständig - das ist der Kern des Modells. Zusatzwünsche außerhalb der Dachhaut, etwa neue Entwässerung, können gegen Kostenerstattung mit ausgeführt werden.

Bekomme ich zusätzlich eine Pacht?

Nein - die Sanierungsleistung ersetzt die Pachtzahlung. Ihr wirtschaftlicher Vorteil ist die komplette Dachmodernisierung, die sonst aus Ihrem Budget käme.

Geht das auch bei Asbestdächern?

Ja, gerade dort ist das Modell stark: Die alten Wellfaserzementplatten werden demontiert, fachgerecht entsorgt und durch Stahltrapezblech ersetzt.

Wer kümmert sich nach der Sanierung um die Anlage?

Der Betreiber - Planung, Bau, Versicherung, Monitoring und Wartung der PV-Anlage liegen über die gesamte Laufzeit bei Solgate.

Was passiert am Ende der Vertragslaufzeit?

Je nach Vereinbarung wird die Anlage zurückgebaut, modernisiert weiterbetrieben oder Ihnen zur eigenen Weiternutzung übereignet - das neue Dach bleibt in jedem Fall Ihres.

Wird auch die Statik ertüchtigt, wenn nötig?

Ja - Tragwerksverstärkungen, die für die PV-Belegung nötig sind, gehören zum Sanierungsumfang. Die Prüfung übernimmt ein unabhängiger Statiker im Rahmen der Projektierung.

Wie lange dauert die Sanierung?

Je nach Fläche und Eindeckung typischerweise einige Wochen. Sanierung und Anlagenmontage werden als eine Baustelle geplant und mit Ihrem Betriebsablauf abgestimmt.

Kann ich den Strom vom sanierten Dach beziehen?

Ja - wie bei der klassischen Dachverpachtung lässt sich eine Eigenstromlieferung vereinbaren: günstiger Solarstrom direkt vom eigenen, frisch sanierten Dach.

Steigt der Wert meiner Immobilie?

In der Regel deutlich: Neue Dachhaut, beseitigte Altlasten (etwa Asbest) und moderne Energieerzeugung verbessern Substanz, Vermietbarkeit und Energiebilanz des Gebäudes zugleich.

Ist Ihr Dach ein Kandidat?

Senden Sie uns die Eckdaten Ihrer Fläche - wir prüfen Eignung, Statik-Indikatoren und Sanierungsumfang kostenfrei.

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